Ü B E R S E T Z U N G A U S D E M O L N I 8 C H B N


Memoiren von Stanislaw Piwkowski.
Ln den vorliegenden Memoiren werde ich mich bemühen Tatsachett aus meiner Jugendzeit zu beschreiben, sowie die, die ich von Erzählungen - ebenfalls authentisch - von meinem Großvater Aleksander Piwkowski kenne, verstorben im Mai 1918 in Mo³odiatycze, Kreis Hrubieszów.
An den Großvater Julian R~ aski kann ich mich nicht erinnern, wei? er verstorben ist, a' ich ei.n Jahr a1t war.
Die Memoiren, obwohl sie nicht systematisch geschrieben sind, lege ich als eine Erzählungssammmlung für meine Kinder , Enkelkinder u.s.w. zurück.
Ich fange also mit einer Plauderei an, wobei ich mir gleichzeitig vorbehalte, dass ich keine Schreibergabe besitze, denn in dem Falle würde ich vielleicht anfangen " ... es war ein Familiengeschlecht dass nicht von Mendoga abstammte ... u.s.w., aber von Piwo-Piwkowski.
Ich werde von meiner Geburt anfangen, und wie ich schon am Anfang erwähnt habe, bin ich am 7. Mai 1897 in Piaski Szlacheckie des Kreises Krasnystaw, der Region Lublin, im Familien-Landgut und später in dem schon Restgut meiner Großeltern Rogowski geboren.
Piaski Szlacheckie, das Familiennest der Rogowski-Linie, von dem sind nach der Aufteilung auf Teile für meinen Großvater ungefähr 100 Morgen angefallen. Also für den ältesten Jan, der Che³m gepachtet hatte ("Starostwo" = Starostei), später Ro¿d¿a³ów bei Che³m und zuletzt Zab³occe in Wo³yñ, der im Winter (Februar) 1918 verstorben ist. Er hatte zwei Kinder, d.i. einen Sohn Stanis³aw (er war Vize-Direktor der Zuckerfabrik Lublin bis 1914, sowie eine Tochter Janina, die mit Sierakowski aus Sieraków bei W³odzimierz/Wo³yñ verheiratet war.
Sierakowski habe ich in W³odzimirz im November 1918 - wo ich stationiert war - kennengelernt, er war Starost. Er hatte auf mich einen angenehmen Eindruck gemacht.
Einer - der nächste der Brüder meines Großvaters ist im Aufstand 1863 umgekommen, sein Name war Mieczys³aw. Der dritte Bruder Josef - hat nachdem er seinen Anteil von Piask-Szl. erhalten hatte als Verwalter auf Landgütern gearbeitet (ich kann mich an ihn in Tuczapy im Jahre 1906 erinnern)und mein Großvater Julian.

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Der Bruder meines Großvaters Julian-Jozef hat eine Kujawska geheiratet, sie hatten 6 Kinder, 5 Söhne und eine Tochter. Der älteste Sohn Stanis³aw, war Besitzer von Kazimierówka bei Hrubieszów. Stefania hat Ignacy Szypulski geheiratet - der Verwalter in ¯ernik und Ostrówka-Jozefina war.
Jan - der Verwalter von Tuczup, Holubie, Hostynny, Rako³up und zuletzt Turkowic gewesen ist, war mit der Schwester meines Vaters - Stasia verheiratet. Er ist im Jahre 1916 im Alter von 42 Jahren verstorben.
Der nächste Sohn - Bronis³aw - ebenfalls Verwalter auf Landgütern (zuletzt Gut Modrenice und daraufhin Eigentümer des Zentrums Wo³ajowice) ist plötzlich im August 1921 verstorben. Leon - ebenfalls Verwalter, zuletzt Förster der Wälder Wojs³awice, ist im Mai 1941 verstorben.
Der letzte der Linie - Jozef - Besitzer eines Restgutes in Wojs³awice "¯arowie", ist im Dezember 1954 verstorben.
Mein Großvater Julian Rogowski, geboren im Jahre 1843 im Familienbesitz Piaski-Szlacheckie, hat ebenfalls wenig gewirtschaftet, weil er als Verwalter von Landgütern: Worbkowice und Wo³kowyje bei Hrubieszów gearbeitet hatte. Er war mit Michalina Kwiatkowska, Tochter des Försters der Starowiejski-Wälder bei Nabro¿a, verheiratet.
Mein Großvater Aleksander Piwkowski hatte mir erzählt, dass der genannte Kwiatkowski eine sehr große Kraft hatte. Er war sehr groß und hatte einen athletischen Körper. Er hatte eine so kräftige Stimme, dass wenn er jemanden der Forstgehilfen rufen wollte, stellte er sich auf den Grenzhügel - der Hügel steht noch bis heute an der Waldecke - und rief den Förstergehilfen mit dem Vornamen, und es gab keinen Fall, dass der Gerufene nicht gehört hätte.
Durch den Wald und weiter gab es einen Landweg W³odzimierz Kry³ów - Laszczów - Tyszowce - Zamo¶c - Lublin i.t.d. Mitten im Walde ist ein kleines Dorf Borsuk - früher ein Versteck der Räuber. Es wurden dort überwiegend Kaufleute, die auf die Jahrmärkte fuhren oder von ihnen zurückkamen überfallen. Neben der Försterei war eine Kneipe, wo sich die Reisenden angehalten hatten, um in einer größeren Gruppe durch den Wald und das genannte Borsuk zu fahren. Meisten haben sie sich an den Förster Kwiatkowski gewandt, dass er so gütig wäre und sie 1 km begleiten möchte, weil sie sicher waren, dass die Räuber nicht

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den Mut haben werden sie zu überfallen, denn der E'örster würde den Gefangenen mit den Händen zerquetschen.
Der Großvater hatte mir auch erzählt, dass der Kwiatkowski bei den Land-Besitzern sehr beliebt war, so dass er dort ungefähr 50 Jahre lang gewesen ist und jeden Monat in der Sitzung vom Besitzer 4 Quarten Spiritus (Fusel) aus der Schnapsbrennerei erhalten hatte. Das war so seine monatliche Norm, obwohl wahrscheinlich der Schnapsbrenner, sein Freund, die für den Kwiatkowski bestimmte Norm erheblich überschritten hat.
Der Großvater Julian hatte 3 Söhne und 2 Töchter. Der älteste Feliks, geboren im Jahre 1875 war Verwalter von Bohutysz, £ykoszyn und Wo¿uczna, er ist am 5.03.1901 in Tuczapy als Kavalier (lediger) verstorben (beerdigt in Nabrzo¿e).
Unsere Mutter - Maria, geboren in Wo³kowyje im Jahre 1876 ist am 16.04.1905 in £okoszyna verstorben und in Nabro¿e beerdigt. Janek - ist in Warszawa verstorben (genauere Daten haben wir über ihn nicht, er war Praktikant in Trzeszczany).
Jozef - war Verwalter von De³hobyczew, Mietkiego, Chodywaniec, Zaborzec und zuletzt Horyszow Ruski, bei deren Parzellierung er 10 ha Boden erworben hatte. Er ist am 13.08.1957 im. Alter von 78 Jahren verstorben. Beerdigt wurde er in Gdeszyn.
Wasia - die Jüngste, hat 15 Jahre gelebt und ist am 19.04.189'7 in £ykoszyn verstorben und wurde in Nabro¿e beerdigt.
Der Großvater - Julian Rogowski - geboren am 1845 ist am 6.12. 1898 in £ykoszyn verstorben und in Nabro¿e beerdigt.
Die Großmutter Michalina - ist ebenfalls in £ykoszyn am 26.10. 1898 verstorben und in Nabro¿e beerdigt. (in nebeneinander liegenden Gräbern), beim Grabmal gespendet vom Sohn Feliks /"... der dankbare Sohn Feliks" ...).
Nach dem Onkel Jozef aus Haryszew Rus. sind 2 lebende Stihne geblieben. Der älteste Bogdan, geboren in Chodywaniec im Jahre 1910, sowie Adam, geboren in Zaborce. Dzidka (Jadwiga=Hedwig), wurde von einer Bande in Nowiny, Wo³yñ, zusammen mit zwei Kindern (5 und 2 Jahre) ermordet.
Halina - die Jüngste, ist eines tragischen Todes gestorben, indem sie aus dem Zuge, auf der Linie Zamo¶c - Midczyn im Jahre 1937, wegen schlecht geschlossener Tür, gestürzt ist. Sie wurde in Gdeszyn beerdigt. Dzidka (Jadwiga) war die Ehefrau von Jozef Piwkowski, Sohn von Ksawery, Cousin unseres Vaters.
Jetzt die Linie des Großvaters Aleksander Piwkowski.
Also unser Großvater AleksandPr Piwkowski i.st im Jahre 1834,

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angeblich in Rashanie bei £aszczewo geboren (so hat es mir die Tante Stasia - Tochter gesagt).
Der Großvater hatte 3 Frauen. An den Namen der ersten kann ich mich nicht erinnern, wiederum die Zweite war von zuhause Kamforowska, Tochter des Sekretärz der Gemeinde Kry³ów (er war ca. 30 Jahre Sekretär in der Gemeinde Kry³ów). Aus der ersten Ehe gab es nur eine Tochter - Michalina, die mit einem Jozef auch Piwkowski (ein weiter Verwandter) verheiratet war, Mechaniker auf Landgütern, der ein Praktikum in den Mechanischen Werkstätten meines Großvaters Aleksanders in Nabro¿u absolviert hatte.
Hier fällt mir gerade eine lustige Episode ein, als Michalina ihren zukünftigen Ehemann Jozef kennen gelernt hatte. Der Großvater Aleksander war von seiner großzügigen Gastfreundlichkeit und Beweglichkeit beim Besuchen der Verwandtschaft bekannt. Als er zum Kirmes fuhr, was früher mit Familienbesuchen verbunden war, hatte er einen Verwandten getroffen, der ihn bat, dass er sich um Józek kümmern sollte, der eine große Begeisterung, Lust und Fähigkeiten für die Mechanik hatte. Der Großvater, der Mechanische Werkstätten auf eine größere Skala führte als es zu dieser Zeit üblich war, war damit einverstanden und nahm den damals 18-jährigen Józek gerne sofort mit. Von der Kirmeseskapade kamen die Großeltern spät in der Nacht zurück und zum Begrüßen kam ihnen die Tochter Michalina, das damals 16-jährige Fräulein entgegen und fragte scherzhaft wie es üblich war, "was habt ihr mir von der Kirmes mitgebracht". Da fasste der Großvater den Józek am Kragen und sagte: "Hier hast du einen schönen Jungen". Beide wurden bis an die Ohren rot und das Resultat war, dass sie nach einigen Jahren geheiratet hatten. Es war die vorbildlichste Ehe, wie auch später deren Kinder es waren. Józek war als Mechaniker auf größeren Landgütern beschäftigt und die heranwachsenden Kinder sind in die Fußstapfen ihres Vaters getreten.
Der Älteste war Antoni, dann W³adys³aw, Janek, Wicek und Leon, sowie 2 Töchter - Mania, wobei ich den Vornamen der Zweiten nicht genau in Erinnerung habe, ich glaube aber Stasia.
Antek und W³adek haben sich nach der Rückkehr nach Wo³yñ im Jahre 1944 in Kozadawy niedergelassen, z.Zt. leben beide nicht mehr. Wicek hat im Jahre 1946 eine Piwkowska aus Tarasówka bei Hrubieszów (die Schwester von Stach) geheiratet und ist in nicht langer Zeit als Mechaniker eines Maschinenzentrums bei Warszawa,

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beim Testen eines 'lreckers tragisch verunglückt. Er ist auf eine Mine aufgefahren die explodiert war.
Leon ist ein guter Landwirt und arbeitet irgendwo in den Staatsgütern bei Warszawa.
Mein Großvater Aleksander Piwkowski hatte mehrere Brüder und eine Schwester. Ich werde aber nur über die berichten, die ich von den Erzählungen des Großvaters in Erinnerung habe.
Alle haben beim Aufstand im Jahre 1863 teilgenommen.
Julian war Mechaniker auf einem Landgut und in der Zuckerfabrik in Mircze. Er hatte vier Söhne und zwei Töchter. Der älteste Feliks war später Mechaniker am Landgut Ho³ubie. Er ist im Jahre 1915, im Alter von 55 Jahren verstorben, beerdigt in Kry³ów. ~n - verheiratt in Hrubieszów bei Kuszalków auf der sog. Tarasówka, wo er eine Schmiede und mechanische Werkstatt führte, wo er auch im Jahre 1916 verstorben ist.
Bronis³aw - verheiratet mit Jozefa Teodorowicz, war im Büro des Handelshauses ihres Bruders in Lublin beschäftigt (Bekanntes Handels- und Agrarhaus, welches viele Jahre im Hotel "Janina" war. Er verstarb plötzlich im Jahre 1924 auf Herzinfarkt.
Den Vierten kannte ich nicht persönlich, habe aber gehört, dass er sich in Wo³yñ niedergelassen hatte und dort verstorben ist. Die eine der Töchter Juliana war mit Bieluszka verheiratet, einem Mitarbeiter des Landgutes Do³hobyczów. Nach dem Tote des ersten Mannes hat sie einen Brochowicz geheiratet, Besitzer eines Sattler - Tapezier und Lakier-Unternehmens in Podhorce bei Hrubieszów.
Die zweite Tochter Mania hatte Jozef Monsjola geheiratet (Mechaniker in den Werkstätten von Julian) und später den Besitzer eines Landgut-Zentrums bei Brze¶c Lit.
Zur Zeit als ich die Memoiren geschrieben habe, hat natürlich schon keiner von ihnen gelebt.
Zuletzt ist ist die Bieluszka-Brochowicz beim Sohn Bieluszka Jan, Pensionär in Konin verstorben, mit dem ich in Kontakt bin, er ist z.Zt. 84 Jahre alt und wie er mir vor zwei Jahren gasagt
will er 100 Jahre alt weren. Gib Gott ihm noch mehr!! hatte,
Nach der zweiten Frau meines Großvaters Aleksander gab es 2 Söhne.
1) Adam - geboren um 1859/60, verstorben in Hrubieszów im Jahre 1943. Er war mit Karolina Baranowska (Niunia), Tochter eines Landgutverwalters verheiratet.
2) Jezef - (Junek) mit der jüngeren Tochter - Maria Baranowska

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verheiratet. Adam war Mechaniker, zuletzt in den Landgütern Oszczow, wiederum seit 1925 hat er eine eigene mechanische Werkstatt in Hrubieszów - Pobere¿any geführt. Ab dem Jahre 1932 hatte er ein Lebensmittelladen, ebenfalls im Hause des Sohnes Stach in Pobere¿any. Der Onkel Junek war Verwalter, zuletzt am Landgut Fundum bei W³odzimierz, wo er im Jahre 1910 verstorben ist.
Nach ihm sind drei Kinder geblieben, das vierte Karol ist plötzlich in Fundum um 1909-1910, im Alter von 11 Jahren verstorben.
Hipolit ist tragisch bei einem Auto- oder Matorradunfall (1949) als Vize-Starostim Bezirk Wroc³aw (Breslau) tödlich verunglückt. Die Helenka ist bei der Tochter in Kozodawy oder £otoszyny bei Hrubieszów. Die Junka-Frau ist 1962 im Alter von fast 97 Jahren verstorben.
Die jüngste Lodzia wohnt in Hrubieszów, ist Rentnerin und führt einen Lebensmittelkiosk.
Nach dem Onkel Adam gab es 3 Söhne und 2 Töchter:
1) Stanis³aw wurde ermordet, am lebendigen Leibe mit einigen anderen in Mas³.... bei Hrubieszów im Jahre 1943 verbrannt, er war Schnapsbrenner in Ho³ubie.
2) Felek, von Beruf Lehrer in Stefankowice bei Hrubieszów, zuletzt hatte er ein Friseurladen (ein zufällig erlernter Beruf) Jadzia ist bei den Kindern irgendwo im Westen.
Der letzte Janek, Lehrer eines Allgemeinbildenen Lyzeums in Hrubieszów (lebt).
Nach der dritten Frau aus dem Hause Meziel, Tochter eines Verwalters von Chy¿ów und Frajkamionki bei Horyszów, gab es 5 Kinder, wovon zwei im Alter bis 3 Jahren gestorben sind, drei sind geblieben.
1) Mein Vater Rudolf, geboren im Jahre 1878, verstorben 1954. 2)Tante Stasia, geboren im Jahre 1898, lebt z.Zt. in Wojs³awice. 3) Janek - Verwalter und zuletzt Kommandant der Polizei in Telatyn, ist 1928 im Alter von 38 Jahren verstorben, beerdigt in Tomaszów Lubelski.
Jetzt, nach den Vorinformationen, werde ich mit den Grundangelegenheiten anfangen, d.i. von mir selbst als "Hauptperson" dieser Memoiren. Natürlich werden während des Schreibens dieser Memoiren auch andere Personen erwähnt, die es nicht gelungen ist am Anfang unterzubringen, weil es dazu keine Gelegenheit gegeben hat. Zwecks Exaktheit muss ich hier noch angeben, wie ich es

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schon am Anfang dieser Memoiren vermerkt habe, dass es authentische Tatsachen sind, die ich erlebt habe oder von Erzählungen meines Großvater Aleksander Piwkowski stammten, mit dem ich während meiner Schulferien in einem Zimmer geschlafen habe, in der sogenannten Kanzlei meines Vaters in Mo³odiatycze. Ich war ein sehr eifriger Zuhörer und obwohl mir schon manchmal die Augen zum Schlafen zufielen, habe ich mich bemüht den Schlaf zu überwinden, um die für mich sehr interessanten Erzählungen anzuhören, wovon sich diese Kenntnisse ergeben. Mit einem Worte, der Großvater wollte mir wohl damit das überweisen, was er selbst persönlich erlebt hatte und ich war der eifrige Zuhörer, der viel davon behalten hat.
Jetzt fange ich also von mir an. Wie ich schon erwähnt habe, bin ich in Piaski Szlacheckie im Mai 1897 geboren. Mein Vater hatte meine Mutter im Jahre 1896 geheiratet und sie haben sich in Piaski Szlacheckie mit der Absicht angesiedelt, um die ca. 100 Morgen des Restgutes zu bewirtschaften. Die Bewirtschaftung hatte dem damals 18-jährigen Jüngling nicht sehr geklappt, wie es mir der Großvater erzählt hat, um so mehr, da es weit von den Eltern war. Die Großeltern Piwkowski waren in Nabro¿e, wo der Großvater mechanische Werkstätten geführt hat und außerdem hatte er dort seinen sogenannten "Gutshof", im Prinzip ein Restgut mit kleinen Gebäuden, die ich nie vergessen werde, vor allem die kleinen Stuben für die Gesellen und andere.
Der Großvater Julian Rogowski war Verwalter der Landsgüter Worbkowice-Wo³kowyje, ebenfalls weit von Piask Szl., ungefähr 80 km. Die gleiche Entfernung von ungefähr 90 km war auch von Nabro¿e. Da haben die Großväter also gemeinsam beschlossen, die Verhältnisse den Jungen anders zu gestalten und zwar, man hatte beschlossen, da der Mutter die Tochter leid tat und die andere nach dem Sohne Sehnsucht hatte, ihnen einen Laden in Tyszowce anzulegen und zwar einen Kolonial - Lebensmittelladen von größerem Ausmaße, ohne darüber nachzudenken, dass in Handelssachen Jugendliche auch keine entsprechende Vorbereitung haben. Das Positive hatte sich jedoch daraus ergeben, dass die Jungen in der Nähe der einen und anderen Eltern waren. Von Tyszowce nach Zabro¿e sind nur 7 km und nach Wolkowyj 12 km. Meine Eltern haben also die Landwirtschaft in Piaski aufgelöst, indem sie den Boden verpachtet hatten. Man hatte mir erzählt, dass der Großvater Rogowski zu uns gekommen war, um uns abzuholen. Diese Episode wurde auch in der Familie erzählt. Also war der Großva

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ter um uns mit einem Volant gekommen, damit der "Erstgeborene", der halbjährige erste Enkelsohn seine erste so weite Reise bequem - denn ungefähr 90 km - unternehmen konnte. Von Piaski Szl. sind sie angeblich sehr früh rausgefahren, so dass sie in Zamo¶c schon früh angekommen waren. Der Großvater mit der Großmutter haben bequem angelehnt geschlummert, wiederum der Vater saß auf dem Bock mit dem Kutscher. In der Vorstadt von Zamo¶c ist zwischen den Häusern ein Strauchdieb gelaufen gekommen, lief zu der Kutsche und riss dem Großvater den Hut vom Kopf und verschwand wieder zwischen den Häusern ohne eine Spur zu hinterlassen. Bis sich der Vater in der Situation orientiert hatte, konnte sich der Rowdy schon verstecken, was übrigens nicht sehr schwierig war. Molena-volens musste der arme Großvater etwas Neues auf den Kopf kaufen. So hat also meine erste Reise durch Zamo¶c stattgefunden.
In Tyszowce ist es meinen Eltern sehr gut gegangen, wie sie manchmal erwähnt hatten und es wäre weiter so gegangen, wenn mein Vater nicht zum Militärdienst hätte gehen müssen. Aus diesem Grund mussten sie mit Schmerz den Laden für die fast 5jährige Militärszeit, die bei dieser Waffengattung Pflicht war, d.i. Pferde-Artillerie, zu der mein Vater eingezogen wurde, auflösen. Es war der Herbst des Jahres 1899. Der Vater hatte den Militätdienst beim 5.Regiment der Pferde-Artillerie in der Stadt Ko³omna (120 km von Moskau)begonnen.
Für meine Mutter kamen sehr ~Iramatische Zeiten. Im April 1897 ist zuerst die jüngste Schwester meiner Mutter - Tante Wasia im Alter von 15 Jahren auf Lungenentzündung gestorben. Im Oktober 1898 ist die Großmutter Michalina verstorben und im Dezember des gleichen Jahres verstarb der Großvater Julian, sowie etwas eher in Warszawa der Bruder der Mutter - Janek. Der Vater war beim Militär , die Eltern sind verstorben und die Mutter blieb alleine mit zwei kleinen Kindern dem Wohlwollen der Familie ausgesetzt, denn im Februar oder März 1899 wurde mein Bruder Julian geboren. Nach dem mein Vater zum Mil.itär qeqangen war, blieb meine Mutter fast ganz vereinsamt.
Zuerst hat sie sich für eine bestimmte Zeit bei den Großeltern Piwkowski in Nabro¿e aufgehalten, natürlich nach der Aufgabe des des Ladens in Tyszowice. Die Auflösung des Ladens und der dafür erhaltene Geldbetrag haben der Mutter den Unterhalt und eine materielle Unabhängigkeit abgesichert. Es ist aber immer so, dass wenn jemand gewisse Geldmittel besitzt, da hat er auch bereit

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willige Betreuer, vor allem wenn es eine Frau ist.
Unsere Mutter, wie ich es von den Erzählungen meiner Großeltern Piwkowski, der Tante Stasia Rogowska und anderer erfahren habe, war sehr ehrgeizig und konnte in keinem Falle eine auch nur kaum erkennbare Gnade ertragen. Sie gab Geld für unseren Unterhalt, und kaufte manchmal selbst ein, wenn sie bemerkt hatte, dass etwas fehlte.
Natürlich konnte das von der Auflösung des Ladens in Tyszowce erhaltene Geld für den fast 5-jährigen Aufenthalt des Vaters beim Militär nicht ausreichen. Die Großeltern Rogowski hatten aber die Piaski Szlacheckie, von denen nach Bedarf immer einige Morgen verkauft wurden. Da der Boden sehr gut war und es zum Kaufen viele willige gab, war es auch nicht schwierig ihn zu verkaufen.
Ich kann mich erinnern, das den Boden und ein Stück Wald vom sogenannten "Bartosz" von Familien des dortigen Adels gekauft wurde (Lipskich, Kedzierskich, Mazurkiewicze, Ja¶likowskich und anderen).